LEITBILD

Im Mai 2016 haben wir uns als Landkreis im Rahmen der Nachhaltigkeitskonferenz auf den Weg gemacht, dem Leitbildprozess neuen Schwung zu verleihen. Impulsgeber war insbesondere die im Rahmen der „Initiative Bildungsregion“ entstandene Idee, die Ziele
der Nachhaltigkeitsentwicklung im Landkreis Amberg-Sulzbach neu auszurichten. Denn in den vergangenen Jahren entwickelten sich zahlreiche neue strategische Konzepte und mussten in den Entwicklungsprozess eingebunden werden.

Vorwort

Im Mai 2016 haben wir uns als Landkreis im Rahmen der Nachhaltigkeitskonferenz auf den Weg gemacht, dem Leitbildprozess neuen Schwung zu verleihen. Impulsgeber war insbesondere die im Rahmen der „Initiative Bildungsregion“ entstandene Idee, die Ziele der Nachhaltigkeitsentwicklung im Landkreis Amberg-Sulzbach neu auszurichten. Denn in den vergangenen Jahren entwickelten sich zahlreiche neue strategische Konzepte und mussten in den Entwicklungsprozess eingebunden werden.

Bei der Auftaktveranstaltung am 31. Mai 2016 kamen Akteure aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft sowie engagierte interessierte Bürger im Kloster Ensdorf zusammen, um sich in einem umfassenden Rahmen auszutauschen und das weitere Vorgehen abzustimmen. Es wurden fünf Arbeitskreise zu den Handlungsfeldern Bildung und Wissenschaft, sozialer Zusammenhalt, natürliche Ressourcen, Wirtschaft und Tourismus sowie Klimawandel und zukunftsfähige Energien eingerichtet.

Leitziele, Projektideen und Maßnahmenvorschläge wurden schrittweise ausgearbeitet und die Leitungen der Arbeitsgruppen haben in enger Abstimmung mit den Kreistagsfraktionen bei zwei Klausurtagungen die Ergebnisse weiter bearbeitet, ergänzt und strukturiert.


FAZIT:
DER LANDKREIS ERFINDET
SICH
MIT DIESEM PROZESS GERADE
NEU.
Richard Reisinger, Landrat

Agenda 2030

„Mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung drückt die internationale Staatengemeinschaft ihre Überzeugung aus, dass sich die globalen Herausforderungen nur gemeinsam lösen lassen. Die Agenda schafft die Grundlage dafür, weltweiten wirtschaftlichen Fortschritt im Einklang mit sozialer Gerechtigkeit und im Rahmen der ökologischen Grenzen der Erde zu gestalten.“1

EINLEITENDE WORTE

Eine wichtige Grundlage ist die Definition des Brundtlandberichts von 1987, wonach diejenige Entwicklung nachhaltig ist, „die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen.“1

Vieles aus dem Leitbild des Landkreises von 2005/2006 hat weiterhin Gültigkeit, so zum Beispiel das intensive Arbeiten an der regionalen Energiewende, das Sichern der natürlichen Ressourcen, der Ausbau von Bildung oder die Verbesserung sozialer Infrastruktur. Gleichzeitig haben sich neue inhaltliche Schwerpunkte gebildet: So haben der Klimawandel im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien sowie eine ressourcenschonende Lebensweise ein deutlich stärkeres Gewicht bekommen, die Themen Integration und Inklusion sind nun auf der politischen Agenda und regionale Wirtschaftsakteure

stehen mehr im Fokus der weiteren Entwicklung.
Innerhalb der Leitziele, die mit diesem Leitbild verknüpft werden, sind konkrete Teilziele intensiv diskutiert und definiert worden. Somit wurde einerseits deren verbindlicher Charakter gestärkt und andererseits die Messbarkeit der Zielerreichung und Umsetzung der Maßnahmen verbessert.

Gleichwohl ist unser Landkreis-Leitbild nie „fertig“. Es ist eine strukturierte Zusammenstellung der Handlungsschwerpunkte und Ziele in unserer Region zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Das Leitbild nimmt neue Entwicklungen auf und ist als Momentaufnahme eines ständigen Prozesses zu betrachten, weniger als abgeschlossenes, immer gültiges Dokument. Das bedeutet, dass in der Umsetzung mit vielen neuen, interessanten und spannenden Projekten und Maßnahmen zu rechnen ist, die hier noch gar nicht berücksichtigt werden konnten.

LEITBILDNETZWERK

Bei der Erarbeitung und Umsetzung eines Leitbildes zur Nachhaltigkeit liegt
eine besondere Verantwortung bei den Kommunen: Bereits in der Rio-Konferenz
1992 wurde die bedeutende Rolle der Kommunen bei der Umsetzung von
Nachhaltigkeit hervorgehoben.

LANDKREIS UND GEMEINDEN

Dies wird auch in der neuen Agenda 2030 wieder aufgegriffen und bekräftigt durch das Ziel 11: Das Durchlaufen einer na chhaltigen regionalen Entwicklung – hier die Erreichung der Leitbild-Ziele und Umsetzung von Maßnahmen – kann nur mit den Menschen unserer Region und ihren Kommunen unter Einbeziehung der lokalen Gremien erfolgreich sein.
Den Gemeinden und Städten kommt dabei eine Doppelrolle zu: Zum einen sind sie es, die die Pioniere des Wandels2 vor Ort ermutigen und unterstützen können und sollen. Zum anderen können sie selbst zu Pionieren des Wandels2 werden, in dem sie ihre Entscheidungen anhand nachhaltiger Kriterien treffen und mit entsprechenden Projekten umsetzen. Auch die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie bekräftigt die Schlüsselrolle der Städte und Gemeinden: „Die Kommunen sind wesentliche Akteure und die treibende Kraft zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele“3.
In einer Presseerklärung des Deutschen Städtetags vom 28.09.2015 heißt es: „Die 2030-Agenda bildet einen neuen globalen Rahmen für nachhaltige Entwicklung und Armutsbekämpfung.“ Mit den neuen insgesamt 17 Zielen geht auch ein Paradigmenwechsel einher. Wichtig dabei ist es, für gemeinsame Weltanliegen wie öffentliche Güter und

Ressourcen auch gemeinsame Verantwortung zu übernehmen.
Aus kommunaler Sicht seien vor allem folgende
Entwicklungsziele relevant:
• Städte und Siedlungen sicher, widerstandsfähig und
nachhaltig zu machen
• Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und
zeitgemäßer Energie für alle zu sichern
• Eine belastbare Infrastruktur aufzubauen, inklusive und
nachhaltige Industrialisierung zu fördern und Innovationen
zu unterstützen
• Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und
seiner Auswirkungen zu ergreifen
2 Prof. Manfred Miosga anlässlich eines Vortrags
am 14.11.2017 im Landratsamt.
3 Quelle: Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie,
Neuauflage 2016, Bundesregierung (Hg.), S. 240.

Bevölkerung

Insbesondere die Umsetzung der konkreten Projekte und Maßnahmen und die Erreichung der Ziele dieses Leitbildes sind auf die Mitarbeit der Menschen in der Region Amberg-Sulzbach angewiesen. Nur durch ihr Engagement und in Zusammenarbeit mit Verwaltung, den Gemeinden und dem Landkreis lassen sich die regionalen und nachhaltigen Ideen verwirklichen. Neben Verwaltung und Kommunalpolitik waren auch zivilgesellschaftliche Organisationen und Privatpersonen in die Erarbeitung dieses Leitbildes eingebunden. Dies kam bei der Arbeit der Arbeitskreise in den jeweiligen Handlungsfeldern zum Ausdruck.

Wichtig ist es, diese Beteiligung weiterhin und kontinuierlich zu ermöglichen und zu strukturieren. Deshalb ist vorgesehen, Interessierte aus der Region durch das Angebot von interessanten Veranstaltungen weiterhin in die Umsetzung des Leitbildes und in die nachhaltige Kreisentwicklung insgesamt einzubinden. Ein erstes Format dafür könnte, neben den Nachhaltigkeitskonferenzen und Fachtagungen Zukunftswerkstätten und Reallabore sein, in der die Möglichkeit zum aktiven Mitmachen besteht. Weitere Veranstaltungsformen sind möglich und werden im Lauf der Umsetzung des Leitbildes entwickelt und angeboten.

LEITBILD FÜR DEN LKR AS

Das neue Leitbild für den Landkreis Amberg-Sulzbach zeigt die Richtung für die nachhaltige
Entwicklung der Region in den nächsten Jahren auf.
Es orientiert sich an der Agenda 2030 der Vereinten Nationen. In diesem Sinn ist es kein
Masterplan, sondern sollte eher als Karte und Kompass verstanden werden.

Werte

Der Landkreis Amberg-Sulzbach ist unsere Heimat. Wir schätzen die Menschen, die Natur und Landschaften, die Kultur und Geschichte der Region. Der Erhalt unserer Heimat ist uns wichtig und gleichzeitig wollen wir anstehenden Veränderungen mit Optimismus begegnen. Die Veränderungen sind auf vielen Ebenen spürbar und sichtbar. Wenn wir sie in unserem Sinn gestalten wollen, müssen wir dabei eine aktive Rolle einnehmen und dürfen nicht abwartend zuschauen. Dafür wollen wir konstruktiv zusammenarbeiten. Mit diesem Leitbild wollen wir Wege aufzeigen, auf die sich die Region mit Blick auf eine positive Zukunft machen kann.

Dieses Leitbild soll
  • zur Diskussion motivieren,
  • zu neuen Ideen anregen,
  • zum Mitmachen und Zusammenarbeiten bewegen.

LANDKREIS UND GEMEINDEN

Dies wird auch in der neuen Agenda 2030 wieder aufgegriffen und bekräftigt durch das Ziel 11: Das Durchlaufen einer na chhaltigen regionalen Entwicklung – hier die Erreichung der Leitbild-Ziele und Umsetzung von Maßnahmen – kann nur mit den Menschen unserer Region und ihren Kommunen unter Einbeziehung der lokalen Gremien erfolgreich sein.
Den Gemeinden und Städten kommt dabei eine Doppelrolle zu: Zum einen sind sie es, die die Pioniere des Wandels2 vor Ort ermutigen und unterstützen können und sollen. Zum anderen können sie selbst zu Pionieren des Wandels2 werden, in dem sie ihre Entscheidungen anhand nachhaltiger Kriterien treffen und mit entsprechenden Projekten umsetzen. Auch die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie bekräftigt die Schlüsselrolle der Städte und Gemeinden: „Die Kommunen sind wesentliche Akteure und die treibende Kraft zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele“3.
In einer Presseerklärung des Deutschen Städtetags vom 28.09.2015 heißt es: „Die 2030-Agenda bildet einen neuen globalen Rahmen für nachhaltige Entwicklung und Armutsbekämpfung.“ Mit den neuen insgesamt 17 Zielen geht auch ein Paradigmenwechsel einher. Wichtig dabei ist es, für gemeinsame Weltanliegen wie öffentliche Güter und

Ressourcen auch gemeinsame Verantwortung zu übernehmen.
Aus kommunaler Sicht seien vor allem folgende
Entwicklungsziele relevant:
• Städte und Siedlungen sicher, widerstandsfähig und
nachhaltig zu machen
• Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und
zeitgemäßer Energie für alle zu sichern
• Eine belastbare Infrastruktur aufzubauen, inklusive und
nachhaltige Industrialisierung zu fördern und Innovationen
zu unterstützen
• Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und
seiner Auswirkungen zu ergreifen
2 Prof. Manfred Miosga anlässlich eines Vortrags
am 14.11.2017 im Landratsamt.
3 Quelle: Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie,
Neuauflage 2016, Bundesregierung (Hg.), S. 240.

Bevölkerung

Insbesondere die Umsetzung der konkreten Projekte und Maßnahmen und die Erreichung der Ziele dieses Leitbildes sind auf die Mitarbeit der Menschen in der Region Amberg-Sulzbach angewiesen. Nur durch ihr Engagement und in Zusammenarbeit mit Verwaltung, den Gemeinden und dem Landkreis lassen sich die regionalen und nachhaltigen Ideen verwirklichen. Neben Verwaltung und Kommunalpolitik waren auch zivilgesellschaftliche Organisationen und Privatpersonen in die Erarbeitung dieses Leitbildes eingebunden. Dies kam bei der Arbeit der Arbeitskreise in den jeweiligen Handlungsfeldern zum Ausdruck.

Wichtig ist es, diese Beteiligung weiterhin und kontinuierlich zu ermöglichen und zu strukturieren. Deshalb ist vorgesehen, Interessierte aus der Region durch das Angebot von interessanten Veranstaltungen weiterhin in die Umsetzung des Leitbildes und in die nachhaltige Kreisentwicklung insgesamt einzubinden. Ein erstes Format dafür könnte, neben den Nachhaltigkeitskonferenzen und Fachtagungen Zukunftswerkstätten und Reallabore sein, in der die Möglichkeit zum aktiven Mitmachen besteht. Weitere Veranstaltungsformen sind möglich und werden im Lauf der Umsetzung des Leitbildes entwickelt und angeboten.

Handlungsfeld

SOZIALER
ZUSAMMENHALT:
DEMOGRAFIE,
INKLUSION,
INTEGRATION &
BÜRGERDIALOG

Vision:

Der Landkreis Amberg-Sulzbach mit seiner Geschichte, seinen kulturellen Schätzen und mit den unterschiedlichen Menschen ist vielfältig und lebenswert. In dieser Vielfalt wollen wir ihn erhalten und weltoffen und menschenfreundlich gestalten. Zivilgesellschaft, Verwaltung und Kommunalpolitik arbeiten zusammen, um die gesteckten Ziele zu erreichen.

LEITZIEL 1


DER LANDKREIS
AMBERG-SULZBACH
IST VIELFÄLTIG
UND BUNT.

LEITZIEL 2


DER LANDKREIS
AMBERG-SULZBACH
IST LEBENSWERT.

LEITZIEL 3


DIE BÜRGERINNEN UND
BÜRGER SIND AKTIV AN DER
LEITBILDUMSETZUNG BETEILIGT.

Handlungsfeld

BILDUNG,
FORSCHUNG &
WISSENSCHAFT

Vision:

Der Zugang zu Bildung und die Wahrnehmung von Bildungsangeboten ist allen Bürgerinnen und Bürgern in unserer Region möglich. Bildung ist ein wertvolles Gut, das für alle Bereiche des Lebens von großer Bedeutung ist. Deshalb sehen wir Bildung und den Zugang dazu als wichtiges Querschnittsthema in unserer Region an, das sich in allen Handlungsfeldern wiederfindet. Ob Schulbildung, berufliche Bildung oder Hochschulausbildung: gut ausgebildete Menschen sind eine wichtige und zukunftsentscheidende Ressource, die permanent erneuert und erweitert werden muss.

LEITZIEL 1


EINE BESSERE TRANSPARENZ
UND VERNETZUNG
IM BILDUNGSBEREICH
IST ERREICHT.

LEITZIEL 2


FORMELLE UND INFORMELLE
QUALIFIZIERUNGS- UND BILDUNGSANGEBOTE
WERDEN KONZIPIERT.

LEITZIEL 3


DAS VERSTÄNDNIS FÜR
„BILDUNG“ IST GESCHÄRFT.

Handlungsfeld

KLIMA &
ZUKUNFTSFÄHIGE
ENERGIEN

Vision:

Unser Landkreis versorgt sich künftig zu 100 % aus erneuerbaren Energien. Wir sind mit dem regionalen Ausbau der erneuerbaren Energien schon sehr vorangekommen. Übergeordnete politische Entscheidungen haben jedoch den weiteren Ausbau regionaler erneuerbarer Energien verlangsamt. Auf der kommunalen und regionalen Ebene müssen wir alle Möglichkeiten ausschöpfen, um unsere Energie- und Klimaziele zu erreichen. Wir wollen sowohl die Bürgerinnen und Bürger als auch die Kommunen noch stärker mitnehmen, insbesondere bei den Leitzielen „Energiesparen“ und „Energieeffizienz“.

LEITZIEL 1


ENERGIE WIRD IN VERSCHIEDENEN
BEREICHEN EINGESPART.

LEITZIEL 2


DIE ENERGIEEFFIZIENZ WIRD GESTEIGERT.

LEITZIEL 3


DER LANDKREIS VERSORGT SICH VOLLSTÄNDIG
AUS EIGENEN ERNEUERBAREN ENERGIEN.

LEITZIEL 4


MIT DEN FOLGEN DES KLIMAWANDELS
WIRD AKTIV UMGEGANGEN.

Handlungsfeld

WIRTSCHAFT &
TOURISMUS

Vision:

Der Umstieg auf eine nachhaltige Wirtschaftsweise in unserer Region ist erfolgt. Vor allem die kleinen und mittelständischen Betriebe in unserem Landkreis sind wichtige regionale Anker innerhalb der Globalisierungsdynamik. In Zusammenarbeit mit den regionalen Wirtschaftsakteuren streben wir an, dass sich unsere Wirtschaft zunehmend an nachhaltigen Maßstäben orientiert. Die Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe und der Erhalt der Wertschöpfung im Landkreis sind dabei wichtige Eckpfeiler.

LEITZIEL 1


DIE REGIONALE
WERTSCHÖPFUNG IN DER REGION
IST GESTÄRKT.

LEITZIEL 2


EIN BEDARFSGERECHTES ANGEBOT
AN GEWERBEFLÄCHEN BESTEHT.

LEITZIEL 3


KLEINBETRIEBLICHE STRUKTUREN
WERDEN GESICHERT.

LEITZIEL 4


DAS BEWUSSTSEIN
FÜR NACHHALTIGES WIRTSCHAFTEN
IST GESTÄRKT.

LEITZIEL 5


DAS TOURISMUSPOTENZIAL
WIRD BESSER AUSGESCHÖPFT.

Handlungsfeld

NATÜRLICHE
RESSOURCEN:
NATUR,
UMWELT,
ERNÄHRUNG
& KONSUM

Vision:

Unsere natürlichen Ressourcen und die biologische Vielfalt bleiben uns erhalten. Die natürlichen Ressourcen sind begrenzt. Umso wichtiger ist es, dass wir sie in unserer Region stärker schätzen und ein besonderes Augenmerk darauf werfen. Wir müssen unsere Bemühungen verstärken, damit auch in Zukunft die natürlichen Grundlagen in der Region Amberg-Sulzbach für alle dort lebenden Menschen zur Verfügung stehen. Der Landkreis, die Städte und die Gemeinden haben dabei eine wichtige Schlüsselfunktion.

LEITZIEL 1


DIE BIOLOGISCHE VIELFALT
WIRD ERHALTEN.

LEITZIEL 2


WASSER, LUFT UND BODEN
WERDEN STÄRKER GESCHÜTZT.

LEITZIEL 3


ANSÄTZE FÜR EINEN
NACHHALTIGEN KONSUM
WERDEN UNTERSTÜTZT.

DER AMBERG-SULZBACHER-WEG
ZUR NACHHALTIGKEIT

Anknüpfend an die UN-Dekade 2005-2014 „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ wurde 2005/2006 das erste Kreisleitbild erstellt, in enger Zusammenarbeit mit den Agenda-21 Arbeitskreisen, die Ende der 90er Jahre entstanden waren. Das nun vorliegende Leitbild baut auf diesen Vorarbeiten auf und passt die Überlegungen von damals an die aktuellen Herausforderungen und Chancen für die Region an. So ist nicht nur ein neues Leitbild erarbeitet worden; Auch die Agenda 21- Gremien wurden auch in eine neue Struktur überführt, die im „Rat für nachhaltige Entwicklung“, kurz: Nachhaltigkeitsrat, zum Ausdruck kommt. Dieser Prozess des Landkreises Amberg-Sulzbach orientiert sich an der 2015 von der UN verabschiedeten „Agenda 2030“ mit ihren 17 Entwicklungszielen und der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie.

WAS IST DAS BESONDERE?

Das Besondere am Amberg-Sulzbacher Weg ist dabei die kontinuierliche und konsequente Weiterentwicklung der Kreisentwicklung in Zusammenarbeit von Verwaltung, Politik und Bürgern von den 90er Jahren bis in die Gegenwart. Besonders ist auch die zielgerichtete und strukturierte Vorgehensweise bei der Fortschreibung des Leitbildes und der Schaffung zeitgemäßer Strukturen. Nicht zuletzt ist es auch etwas Besonderes, dass sich der Kreistag und seine Fraktionen stetig und engagiert mit dem Leitbild und einer nachhaltigen Kreisentwicklung befassen und dies in entsprechenden Beschlüssen dokumentieren. Dies führt zu einem besseren Verständnis über und mehr Vertrauen in eine nachhaltige regionale Entwicklung und führt im Idealfall zu abgewogenen und gut durchdachten -nachhaltigen- Beschlüssen.

Wichtige Eckpunkte des Amberg-Sulzbacher Weges zur
Nachhaltigkeit ab der Aufnahme der Vorbereitungen für
das neue Leitbild und den Nachhaltigkeitsrat in 2016:

DER NACHHALTIGKEITSRAT
FÜR DEN LANDKREIS
AMBERG SULZBACH

Innerhalb des Nachhaltigkeitsprozesses des Landkreises Amberg-Sulzbach wird ein Nachhaltigkeitsrat
eingerichtet. Er achtet auf eine ganzheitliche Weiterentwicklung des Landkreises.
Der Nachhaltigkeitsrat ist ein beratendes Gremium für den Kreistag, der über die
Nachhaltigkeitsaktivitäten der Region informiert und diese steuert. Er ist nicht operativ
tätig und soll mindestens zwei Mal im Jahr tagen. Die Mitglieder werden durch den Kreistag
auf Vorschlag des Landrats berufen.

Ziele

  • Förderung des gesellschaftlichen Dialogs zur nachhaltigen Entwicklung im Landkreis
  • Weiterentwicklung des Landkreises in ganzheitlicher Hinsicht
  • ressourcenorientierte Vernetzung sowie Synchronisierung mit allen strategischen Planungen
  • kontinuierliche Sicherstellung der Ergebnisse der Nachhaltigkeitskonferenz
  • Vermeiden von Doppelstrukturen und Nutzung von Synergien

Aufgaben

  • Erarbeitung von Beiträgen zur Fortentwicklung der lokalen Nachhaltigkeitsstrategie und des Leitbilds
  • Lenkungs- und Steuerungsfunktion mit Blick auf Fragen zur Nachhaltigkeit
  • Stellungnahme zu Themen einer nachhaltigen Entwicklung, insbesondere in den fünf Leitbild-Handlungsfeldern
  • Beratung der politischen Entscheidungsgremien
  • Mindestens einmal jährlich Berichterstattung im Kreistag
  • Organisation der jährlichen Nachhaltigkeitskonferenzen mit breiterBeteiligung der zivilgesellschaftlichen Akteure und der Fachöffentlichkeit

Mitglieder

  • Der Nachhaltigkeitsrat hat maximal 20 Mitglieder. Vertreten sind im Nachhaltigkeitsrat:
  • die Leitungen der Arbeitskreise/Handlungsfelder
  • die Ansprechpartner der Bereiche Integration/Inklusion, Ehrenamt, Regionalentwicklung/ LEADER, Öffentlichkeitsarbeit, Seniorenarbeit, Umwelt und Naturschutz, Bildung, Kinder-Jugend-Familie, Tourismus, Wirtschaft
  • die Vorsitzenden der Fraktionen im Kreistag

Projekte

SOZIALER ZUSAMMENHALT: DEMOGRAFIE, INKLUSION, INTEGRATION & BÜRGERDIALOG

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  • Sag wAS

  • Innerorts mobil in der Gemeinde Poppenricht

    Poppenricht

  • Generationenumfrage 60+

    AOVE-Kommunen

  • Menschenskind.de

    Gemeinden im Landkreis Amberg-Sulzbach und in der Stadt Amberg

  • Barrierefrei Imkern

    Bienenstand am Feuerhof

  • Streuobstwiese in Ehenfeld

  • Szenische Führungen auf dem Frohnberg

    Hahnbach

  • Torschusspanik

    Hahnbach

  • Anschaffung einer Planetariumshow

BILDUNG, FORSCHUNG & WISSENSCHAFT

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    Landkreis Amberg-Sulzbach

  • Podcast „Ich höre Dir zu!“

  • Vortrag „Naturorientierte Gartengestaltung“

  • Schulfach Zukunft

    Amberg

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    Landkreis-Schulen

  • Pflanzenlehrpfad – Wilde Küche

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  • Gebietsbetreuung im Amberg-Sulzbacher Land

    Natura 2000 Gebiete in Amberg-Sulzbach und Amberg

  • Trockenmauer-Kurs

    Etzelwang, OT Lehendorf

  • Menschenskind.de

    Gemeinden im Landkreis Amberg-Sulzbach und in der Stadt Amberg

  • Weigendorf blüht auf!

    Weigendorf

  • Barrierefrei Imkern

    Bienenstand am Feuerhof

  • Szenische Führungen auf dem Frohnberg

    Hahnbach

  • Biodiversitätsgemeinde Ursensollen

    Ursensollen

  • 1. Bayerische Natura 2000-Gemeinde und „Grüner Engel“

    Markt Hohenburg

  • Enkeltauglich leben!

    Sulzbach-Rosenberg

  • Allee der grünen Stars

    Ursensollen

  • Anschaffung einer Planetariumshow

KLIMA & ZUKUNFTSFÄHIGE ENERGIEN

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    Landkreis Amberg-Sulzbach

  • Vortrag und Diskussion „Alternativen zur Ölheizung und anderen fossilen Brennstoffen“

  • Energieschule im Landkreis Amberg-Sulzbach

    Landkreis-Schulen

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    Landkreis Amberg-Sulzbach

  • Biodiversitätsgemeinde Ursensollen

    Ursensollen

WIRTSCHAFT & TOURISMUS

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  • MehrWertschöpfung: Bio-Getreide für mehr Ökolandbau und ein vielfältiges Bäckerhandwerk

    Amberg

  • Solidarische Landwirtschaft

    Landkreis Amberg-Sulzbach

  • Mehrwegbecher für Kaffee to go

    Auerbach

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    Hahnbach

  • Biodiversitätsgemeinde Ursensollen

    Ursensollen

NATÜRLICHE RESOURCEN: NATUR, UMWELT, ERNÄHRUNG & KONSUM

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    Landkreis Amberg-Sulzbach

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    Landkreis Amberg-Sulzbach

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  • Biodiversitätsgemeinde Ursensollen

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    Markt Hohenburg

  • Allee der grünen Stars

    Ursensollen

BETEILIGTE


Eine Redaktionsgruppe mit den Leiterinnen und Leitern der
Arbeitsgruppen, den Vertretern der Kreistags-Fraktionen und
der Verwaltung erarbeitete auf Basis der Arbeitsgruppenergebnisse
in mehreren Klausurtagungen bzw. Abstimmungsworkshops
die vorliegende Fassung des Leitbilds mit Stand:
Juli 2018
(in alphabetischer Reihenfolge):
Michael Birner, Kreisrat
Stefan Braun, Kreisrat
Peter Dotzler, Kreisrat
Winfried Franz, Kreisrat
Richard Gassner, Kreisrat/Vorsitzender des ZEN e.V.
Harald Herrle, Wirtschaftsförderer und persönlicher Referent des
Landrats
Florian Junkes, 1. Bürgermeister Gemeinde Hohenburg
Isabel Lautenschlager, Geschäftsführerin Naturpark Hirschwald e.V.
Richard Lehmeier, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes
Amberg-Sulzbach e.V.
Manfred Lehner, Leiter VHS Amberg-Sulzbach
Katharina List, ehemalige Klimaschutzkoorinatorin
Waltraud Lobenhofer, Geschäftsführerin der AOVE GmbH
Marianne Mimler-Hofmann, Kreisrätin
Dr. Martin Pöllath, Kreisrat
Hans-Jürgen Reitzenstein, Kreisrat
Sebastian Schärl, Kreisrat

Joachim Scheid, Klimaschutzkoordinator
Maria Schmalzl, LAG Regionalentwicklung Amberg-Sulzbach e.V.
Veronika Schmalzl, LAG Regionalentwicklung Amberg-Sulzbach e.V.
Julia Schötz, Kreisjugendamt, Jugendhilfeplanung
Julia Wolfsteiner, VHS Amberg-Sulzbach, Bildungsmanagement


Gestaltung: DARWIN COMMUNICATION
www.darwincommunication.de

Gesamtkoordination und Organisation:
Manfred Lehner, Leiter der VHS Amberg-Sulzbach
unter Mitarbeit von Gero Wieschollek, geografie & service.
VHS Amberg-Sulzbach,
Obere Gartenstr. 3,
92237 Sulzbach-Rosenberg
Fon: 09661/ 80294 und 80295,
Fax: 09661/ 80297
Email: info@vhs-as.de

Links


Links Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie
https://www.bundesregierung.de/Content/Infomaterial/BPA/Bestellservice/Deutsche_Nachhaltigkeitsstrategie_Neuauflage_2016.pdf

Agenda 2030
http://www.bmz.de/de/ministerium/ziele/2030_agenda/index.html

Resolution des Deutschen Städtetages gemeinsam mit dem Rat der Gemeinden und Regionen Europas/Deutsche Sektion: „2030 – Agenda für Nachhaltige Entwicklung: Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten“
http://www.staedtetag.de/fachinformationen/staedtetag/075357/index.html

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